Entwurf zur anwaltlichen Schlussprüfung. Version NOVIQ-V21-EU-LEGAL-RC-DRAFT-2026-08-18. Keine Rechtsfreigabe; Produktionsdomain, Anbieter, Verträge, Regionen, tatsächliche Datenflüsse und österreichische Umsetzung sind vor Veröffentlichung abzugleichen.
Datenschutzinformation
Verantwortlicher: Felix Fink, Bergweg 6, 5301 Eugendorf, Österreich · noviqbeta@gmail.com. Vor öffentlichem Betrieb sind Unternehmensform, ladungsfähige Kontaktdaten, Datenschutz- und Incident-Kontakt final zu bestätigen.
1. Dienst und Zwecke
NOVIQ organisiert freiwillig bereitgestellte persönliche Daten, Dokumente, Verträge, Fristen, Erinnerungen und Lebensereignisse. ONE erstellt quellgebundene Suchergebnisse, Pläne und Entwürfe. Externe Handlungen erfolgen nicht automatisch.
2. Datenkategorien und Herkunft
Konto- und Profildaten, freiwillig hochgeladene Dokumente, extrahierte Angaben, Verträge, Aufgaben, Termine, persönliche Beziehungen, ONE-Vorgänge, Sicherheits- und Einwilligungsnachweise. Daten stammen vom Nutzer oder später aus einzeln aktivierten offiziellen Connectoren. Bank-Connectoren sind nicht aktiv.
2a. V17 ONE Trusted Action Layer, Voice, Dokumentverständnis und Life Twin
V17 führt ONE als zentrale Life-OS-Oberfläche fort und bündelt bestehende NOVIQ-Funktionen über eine serverseitig kontrollierte Intent-, Action- und Consent-Schicht. Gesprächskontinuität wird zusätzlich in einem datensparsamen strukturierten Zustandsdatensatz gehalten; dort wird kein vollständiges Gesprächsprotokoll gespeichert.
Dokumentanalyse: Nach erfolgreicher serverseitiger Strukturprüfung kann eine technisch passive Darstellung eines hochgeladenen Bildes oder PDFs – nur nach freiwilliger Freigabe der externen KI-Verarbeitung – zur visuellen und textuellen Analyse an den konfigurierten KI-Dienst übermittelt werden. Bilder werden vor dem Upload neu kodiert; PDFs mit erkannten aktiven, eingebetteten oder automatisch ausführbaren Inhalten werden abgewiesen. Das Original bleibt bis zu einem unabhängigen Malware-Ergebnis quarantiniert. Eine passive Analyse bedeutet ausdrücklich keine Malware-Freigabe des Originals und berechtigt nicht zu externen Aktionen.
Life Twin: Was-wäre-wenn-Simulationen verbinden nur Daten des angemeldeten Nutzers, trennen bestätigte bzw. abgeleitete Eingaben von Annahmen und erzeugen keine externen Wirkungen. Rechtliche, steuerliche, medizinische, versicherungsbezogene oder andere zeitkritische Aussagen müssen vor einer realen Entscheidung mit aktuellen offiziellen Quellen bzw. fachlicher Prüfung abgeglichen werden.
Live Voice: Live-Sprache ist optional. Nach ausdrücklicher Freigabe wird Mikrofon-Audio während der Sitzung an den konfigurierten Realtime-Sprachdienst übertragen. Der direkte Realtime-Kanal erhält absichtlich keine persönlichen NOVIQ-Dokumente oder Life-Graph-Daten; persönliche oder handlungsrelevante Anliegen werden in den sicheren ONE-Workflow übergeben. Wenn die optionale Premium-Sprachausgabe aktiviert ist, kann der auszugebende Antworttext serverseitig an ElevenLabs zur Sprachsynthese übermittelt werden. Provider-Keys bleiben serverseitig; vor öffentlichem kommerziellem Betrieb sind DPA, Subprozessoren, Regionen, Transfergrundlage und tatsächliche Retention gesondert zu verifizieren.
ONE Security Kernel und kryptographische Autorisierung: Modelltext kann keine Rechte vergeben. Externe oder physische Aktionen werden gegen eine feste serverseitige Capability-Policy geprüft. Wo aktiviert, kann nach der erforderlichen Nutzerbestätigung ein kurzlebiges, auf Nutzer, Vorgang, Capability und Parameter-Hash gebundenes HMAC-Autorisierungstoken erzeugt werden. Persistiert werden nur Hashes von Token und Nonce. Dies reduziert Manipulations- und Replay-Risiken, ist aber keine Garantie gegen jeden Angriff.
Proof-Verkettung: Für wichtige verifizierte Ergebnisse kann NOVIQ Proof Records mit SHA-256-Hashverkettung speichern. Die Verkettung dient der nachträglichen Manipulationserkennung innerhalb des Systems und ist keine öffentliche Blockchain, keine qualifizierte elektronische Signatur und keine externe notarielle Beglaubigung.
Fail-closed: Externes Proof-Pass-Teilen, Reverse-Marketplace-Veröffentlichung, EUDI-/EHDS-Live-Connectoren, automatische Zahlungen sowie ausschließlich automatisierte rechtlich oder ähnlich erhebliche Entscheidungen bleiben technisch gesperrt, bis sie separat nachgewiesen und freigegeben wurden.
Familienmodus und Vergleiche: Haushaltszugehörigkeit allein gibt keinen Datenzugriff. Freigaben benötigen die vorgesehenen beidseitigen Bestätigungen. Fremde Rohdokumente oder Identifikatoren werden ONE nicht als Vergleichskontext bereitgestellt; Gruppenvergleiche bleiben freiwillig, aggregiert und k-anonymitätsgebunden.
3. Rechtsgrundlagen-Matrix
- Dienstbereitstellung: Vertrag bzw. vorvertragliche Maßnahme für ausdrücklich angeforderte Funktionen.
- Optionale externe KI, Memory, Push, präziser Standort und Connectoren: getrennte, widerrufbare Einwilligung, soweit diese Rechtsgrundlage gewählt und passend ist.
- IT-Sicherheit und Missbrauchsschutz: berechtigtes Interesse, dokumentierte Interessenabwägung und Datenminimierung.
- Rechtspflichten: nur soweit konkret anwendbar.
- Besondere Kategorien: nur mit zusätzlicher tragfähiger Voraussetzung nach Art. 9 DSGVO; bis zur Freigabe bleiben entsprechende automatisierte Funktionen eingeschränkt.
4. Einmalige Information und getrennte Freigaben
Die aktuelle Datenschutzinformation und Beta-Bedingungen werden einmal pro materieller Version angezeigt und bleiben jederzeit erreichbar. Die Kenntnisnahme der Datenschutzinformation ist keine Einwilligung. Optionale Zwecke werden einzeln freigegeben und können mit Wirkung für die Zukunft widerrufen werden.
5. Empfänger, Auftragsverarbeiter und Transfers
Vorgesehen sind Hosting, Authentifizierung, Datenbank, Storage, KI, E-Mail, Push, Sicherheitsmonitoring und später aktivierte Connectoren. Vor Produktionsfreigabe müssen Providerregister, Auftragsverarbeitungsverträge, Unterauftragsverarbeiter, Verarbeitungsregionen, Transfermechanismen und Aufbewahrungen vollständig bestätigt sein.
6. KI und Quellen
Externe KI wird serverseitig und nur nach passender Freigabe aufgerufen. Daten werden minimiert. Persönliche oder aktuelle Tatsachen benötigen eine Quelle; ohne Quelle zeigt NOVIQ „nicht belegt“ oder „zu prüfen“. store:false ersetzt keine vertragliche Prüfung von Anbieteraufbewahrung oder Drittlandtransfer.
7. Aufbewahrung
Vom Nutzer zur Langzeitablage ausgewählte Dokumente können bis zu 15 Kalenderjahre gespeichert werden. Dies gilt nicht pauschal für alle Daten. Nutzer können verkürzen, exportieren und löschen. Quarantäne, OCR, präziser Standort, Caches, Uploadtokens und technische Zwischendaten erhalten kürzere Fristen. Gesetzliche Pflichten oder zulässige Beweissicherung können einer sofortigen Löschung im Einzelfall entgegenstehen.
8. Rechte
Auskunft, Berichtigung, Löschung, Einschränkung, Datenübertragbarkeit, Widerspruch, Widerruf und menschliche Prüfung sind im Rechte-Center vorgesehen. Anfragen werden protokolliert; Identitätsprüfung, gesetzliche Ausnahmen und eine begründete Fristverlängerung können erforderlich sein. Beschwerde ist bei der österreichischen Datenschutzbehörde möglich.
9. Automatisierte Entscheidungen
NOVIQ trifft keine ausschließlich automatisierten Entscheidungen mit rechtlicher oder ähnlich erheblicher Wirkung zu Kredit, Versicherung, Beschäftigung, Behördenleistungen oder Medizin. Der Nutzer kann bei relevanten KI-Ergebnissen menschliche Prüfung verlangen.
10. Safety Layer und Notfälle
Der Safety Layer kann bei eindeutig formulierten Gefahrensignalen auf offizielle Hilfs- und Notrufwege hinweisen. NOVIQ ist keine Notrufstelle, überwacht Nutzer nicht dauerhaft und löst weder Anrufe, Nachrichten noch Standortübermittlungen automatisch aus. Hinweise ersetzen keine professionelle Hilfe und können Gefahren übersehen oder falsch einordnen.
11. Sicherheit und Datenschutz-Folgenabschätzung
Vorgesehen sind RLS, serverseitige Rechteprüfung, AAL2 für kritische Kontoaktionen, Uploadquarantäne, minimale Logs, Feature-Gates, Backups, Incident-Prozess und regelmäßige Tests. Die Wirksamkeit muss im Live-System nachgewiesen und die DPIA vor öffentlichem Betrieb abgeschlossen werden.
12. Drittpersonendaten und Minderjährige
Nutzer dürfen Daten anderer Personen nur mit Berechtigung und nur soweit erforderlich bereitstellen. NOVIQ richtet sich in dieser Beta an Erwachsene. Kinder- und Familiendaten werden nicht für Werbung, verdecktes Profiling oder Emotionserkennung verwendet.
13. Änderungen
Materielle Änderungen werden erneut angezeigt. Rein redaktionelle Änderungen können ohne neue Zustimmung veröffentlicht werden, bleiben aber versioniert nachvollziehbar.
14. V21 Legal Case / Legal Vault
Bei freiwilliger Nutzung der Legal-Case-Funktion können besonders sensible Gerichts-, Familien-, Finanz-, Identitäts-, Gesundheits- oder genetische Angaben sowie Daten weiterer betroffener Personen verarbeitet werden. Originaldateien und daraus erzeugte OCR-, Vision- oder Analyseartefakte werden logisch getrennt behandelt; für Originale ist ein SHA-256-Fingerabdruck vorgesehen. Extrahierte Falltatsachen speichern soweit verfügbar Fundstelle, Quelldokument, Verifikationsstatus, Konfidenz und Änderungshistorie. KI-Inferenzen dürfen nicht als dokumentbestätigte Tatsachen ausgegeben werden.
Rechtsrecherche soll Jurisdiktion, amtliche Quelle, Abrufzeitpunkt, konkret verwendete Aussage, Geltungs-/Konsolidierungsstand und Prüfstatus dokumentieren. Dokumentinhalt wird als nicht vertrauenswürdige Datenquelle behandelt und darf keine System- oder Toolanweisung freischalten. Gerichtlicher Versand ist nicht Bestandteil der neuen V21-CRUD-Funktion und darf nur über den bestehenden bestätigungspflichtigen ONE-Sicherheitsweg ergänzt werden.
Vor Produktionsbetrieb sind für Legal Vault und externe KI insbesondere Rechtsgrundlage, Art.-9-Voraussetzungen soweit einschlägig, Drittpersonendaten, Aufbewahrungsfristen, Lösch-/Exportpfade, DPIA, Empfänger/Unterauftragsverarbeiter, internationale Transfers, Incident-Prozess und nationale Besonderheiten je tatsächlichem Einsatzland durch die verantwortliche Stelle zu prüfen und zu dokumentieren.